Bilanz der Großen Koalition für den Bildungsbereich

Seit dem 22. November 2017 regiert in Niedersachen eine Koalition aus SPD und CDU unter Ministerpräsident Stephan Weil. Die Große Koalition, die im Landtag mit einer komfortablen Mehrheit ausgestattet ist, hat im Schulbereich kaum umgesetzte Maßnahmen vorzuweisen – gewissermaßen eher die Verteilung von Wartemarken. Geräuschloses Agieren wird so etwas wohl genannt. Das soll den Unterschied zum krawalligen, zerstrittenen Bündnisgleicher Art auf Bundesebene in Berlin darstellen.

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Eure Kinder sind euch doch wichtig, oder?

Herbsttagung der Landesfachgruppe RHO beschäftigte sich mit den Themen „Entwicklung von Gewerkschaftskampagnen“ und was Schule wachsendem Rechtsextremismus entgegensetzen muss.

Die diesjährige Landesdelegiertenkonferenz („Herbsttagung“) der Landesfachgruppe Real-, Haupt- und Oberschulen (RHO) fand am 1. und 2. November 2018 in Jeddingen statt.

Am ersten Tag arbeitete Wolfgang Nafroth, PR-Berater aus Bad Zwischenahn, mit den Delegierten an der Frage: Wie kann man unsere Themen in die Kollegien und in einem zweiten Schritt in die Öffentlichkeit tragen?
Er kritisierte begründet aber auch humorvoll die Praktik, Informationen am Schwarzen Brett in den Schulen zu „beerdigen“.
 „Wenn den Aushang dann vier Wochen lang niemand gelesen hat, wird er entweder endlich abgenommen oder einfach was drüber gehängt, das dann auch wieder keiner zur Kenntnis nimmt!“, so Nafroth. Seine Ideen und Erfahrungen, zum Beispiel durch „Weihnachstmanndemos“ oder „Post its am Spiegel“ Beschäftigte in Betrieben und Unternehmen zu erreichen, lassen sich sehr einfach auch auf den Bereich Schule übertragen.

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Es reicht!

Nicht unter diesen Arbeitsbedingungen!

 

Fünf vor Zwölf ist vorbei – jetzt ist der Herbst der Entscheidung!
Ab 2020 greift die selbstauferlegte Schuldenbremse der Länder. Dann wird es noch schwerer werden, für Verbesserungen im Bildungssystem zu kämpfen, die oft mit Personalausstattung zu tun haben und daher teuer sind. Protestieren wir nicht jetzt, drohen wir den Kampf auf Jahre hinaus zu verlieren. Die Demonstration am 13. 9. können wir nutzen, um Stärke und Einigkeit zu zeigen. Lasst uns gemeinsam für unsere Interessen eintreten. An den meisten Schulen besteht die Möglichkeit, durch Stundenverlagerung eine Teilnahme zu ermöglichen. Kommt zahlreich, seid laut!

 

13. September 2018 15 Uhr Schützenplatz Hannover Ich geh hin. Komm du auch!
Sebastian Freudenberger
Oberschule Bückeburg
Bückeburg
Wiebke Schulze
Gerhart Hauptmann-Realschule
Hannover
Julia Günther
Peter-Ustinov-Oberschule
Hannover
Ich gehe zur Demo, weil alle Kolleginnen und Kollegen an Haupt-, Real- und Oberschulen mindestens A13 / E13 verdienen! Ich fordere die Landesregierung auf, echte Entlastungen im Alltag zu schaffen, und z.B. Dokumentations- pflichten und Vergleichsarbeiten abzuschaffen. Ich demonstriere für die Ausweitung der Schulsozialarbeit an den Schulen, um als Team gemeinsam den Herausforderungen des Schulalltags gewachsen zu sein!

Erwartungsgemäß unbefriedigend

Besetzung der A 13-Stellen für Realschullehrkräfte verläuft problematisch 

 

Es rumort in den Kollegien. Und das zurecht! Nicht nur im Verfahrensablauf der Besetzung der A 13-Stellen wurden Schwierigkeiten deutlich. Die A 13-Stellen an sich spalten die Kollegien vor Ort und sorgen für Unruhe! Dies war zu erwarten und die GEW Niedersachsen hat das Kultusministerium im Vorfeld mehr als nur einmal darauf aufmerksam gemacht. Doch der Forderung A 13 für alle, ohne dafür Bedingungen an die Kolleginnen und Kollegen zu stellen, kam das MK bisher nicht nach.

In der letzten Ausgabe der E&W Niedersachsen stellte Cordula Mielke aus dem Schulhauptpersonalrat beim MK fest, dass die jetzt zu besetzenden Stellen „weder einen Ersatz für die Forderung „A 13 für alle“ darstellen noch als Einstieg in eine generelle Besoldungserhöhung“ zu werten sind (E&W Niedersachen, April 2018). Außerdem sind diese A 13-Stellen an bestimmte zusätzliche Aufgaben an der Dienststelle gebunden. Dies bedeutet, dass man bei Versetzung an eine andere Schule die Besoldung nach A 13 nicht „mitnehmen“ kann. 

 

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